Frühjahrskonzert 2015 "Die Nacht der Filmmusik"


Rauenberg. "Die Nacht der Filmmusik" war das Konzert des Rauenberger Musikvereins am Samstag in der Raubachhalle überschrieben. Dabei überzeugten die Musiker sowie die das Programm mitgestaltenden Sänger das Publikum mit ihren Leistungen.

Auf eine ungewöhnliche Weise - mit einem Fortissimo-Trommelwirbel und Fanfarenstößen - verkündete man den Beginn des Konzerts. Musikalisch eröffnet wurde es von der Blaskapelle Richelbach (Leitung: Villem van Kooi) mit rockigen Melodien von Willy Hautvast aus dem Film "Grease". Das Stück fiel vor allem durch den Kontrastreichtum und Einsatz zum Beispiel der Tenorhörner und Baritons auf. Auch der Rhythmuswechsel war imponierend.

Der Vorsitzende des Musikvereins Rauenberg, Wolfgang Konrad, führte von nun an gekonnt durch das Programm. Er freute sich über den voll besetzten Saal und bedankte sich bei den Sponsoren.

Weiter präsentierten die Richelbacher die Musik aus dem Western "Arizona", den der Schweizer Komponist Franco Cesarini nach einer indianischen Volksweise musikalisch interpretierte. Der Beginn ist dezent mit einem Klarinettensolo. Allmählich gesellten sich die übrigen Instrumente zur Melodie.

Nun wurden auf der Leinwand gruselige Piraten abgebildet, die auf die letzte Darbietung der Richelbacher hindeuteten: "Pirates oft the Caribbean" von Hans Zimmer (Arrangement Ted Ricketts). Mit viel Beifall wurde die Kapelle verabschiedet, die eine zünftige Zugabe gab.

Der Chor "Voice'N' Noise" aus Miltenberg wurde ebenfalls mit Trommelwirbel und Fanfarenstößen angekündigt. Die Leitung hatte Tatjana Friedrich, die ihre vier Sänger und 14 Sängerinnen gut führte. Schon der erste flotte Song "Like a Prayer" von Madonna wurde mit stürmischem Applaus belohnt.

Weiter ging es im Programm mit dem Filmhit "Breakfest at Tiffany" mit einer allmählichen Steigerung der Lautstärke sowie dem Lied "Happy" von Pharell Williams (Arrangement Oliver Gies). Der hervorragende Chor, der nicht ohne Zugabe von der Bühne gehen durfte, wurde vom Publikum überschwänglich gefeiert.
Schöne Melodien

Nach der Pause war das Rauenberger Blasorchester in Aktion. Es begann mit den schönsten Melodien von Henry Marcini. Arrangiert hatte die "Selection" für das "Porträt" Manfred Schneider. Die Leitung hatte Bernd Hofmann. Die Kapelle überzeugte bei ihrem Spiel mit einer hohen Qualität. Bei der Filmmusik "Schindlers Liste" bereicherte Luisa Elbert auf ihrer Violine die Darbietung des Orchesters. Konrad zitierte dazu die Worte vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog: "Wer nur einem Menschen das Leben rettet, rettet die ganze Welt!"

Wer kannte 1960 nicht "Miss Marple" als Kriminalkommissarin? Ihre Mordaufklärungen wurden musikalisch von Ron Goodwin (Arrangement Manfred Schneider) musikalisch bearbeitet - humorvoll, schrullig - und das Stück von den Rauenbergern gekonnt gespielt. Volle Aufmerksamkeit herrschte bei Titelsong "What a feeling" (Giorgio Moroder) aus dem Film "Flashdance". Claudia Beck erfreute dabei mit ihrem mitreißendem Gesang. Spannung erzeugte die von den Rauenbergern gespielte Filmmusik aus "James Bond 007". Noch einmal war Claudia Beck beim Liebeslied "My heart will go on" aus dem Film "Titanic" zu hören, wieder begleitet von der Kapelle. Als hörenswerte Zugabe wurde noch "Always look on the bright side of life" gespielt. wi
© Fränkische Nachrichten, Montag, 30.03.2015



Frühlingskonzert 2014 "Im Zauber des Nordlichts"


Zauberhaftes Klangerlebnis

Rauenberg. Mit zauberhaften, teilweise mystischen Melodien begeisterten die Akteure beim Frühjahrskonzert des Musikvereins Rauenberg unter dem Motto „Im Zauber des Nordlichts“ das Publikum in der ausverkauften Raubachhalle. Der Gastgeber aus Rauenberg hatte noch den Musikverein „Eichenkranz“ Eichenbühl, den gemischten Chor „Belcanto“ aus Freudenberg und ein Quartett um Solistin Claudia Beck eingeladen.
Der Musikverein Eichenbühl unter der Leitung von Edi Sagert eröffnete mit dem flotten Marsch „Im schwedischen Zigeunerlager“ (Max Oscheit) das Konzert. Als Moderator verstand es der Vorsitzende des Rauenberger Musikvereins, Wolfgang Konrad, fachgerecht in die Vorträge einzuführen. Er hieß zunächst einmal die Gäste willkommen, darunter auch die Bürgermeister von Eichenbühl, Günter Winkler, und von Freudenberg, Heinz Hofmann. Konrad kündigte Melodien aus Irland, Schottland und aus ganz Skandinavien an.
Es folgte „Swedish Folk Song“ (Peter Graham), arrangiert nach einem schwedischen Volkslied. Nun standen eine Trompeterin und sieben Trompeter auf und bliesen den „Nordseewind“ (Hebert Martin) als Solo, dezent begleitet vom Orchester.
Der Chor Belcanto brachte „Lifesaver“ mit Klavierbegleitung der finnischen Gruppe Sunrise Avenue zum Vortrag.
Konrad wies darauf hin, dass die schwedische Kultband „ABBA“ in diesem Jahr nicht fehlen dürfe. So stimmte der Chor sehr lebendig „Why Did It Have To be Me“ an. Die keltische Volksweise „Morning has broken“ (Pavel Stanek) im Dreivierteltakt mit einer Melodie aus einem gälischen Weihnachtslied, das eine morgendliche Stimmung anklingen lässt, wurde vom Musikverein Eichenbühl sehr stimmungsvoll gespielt. Mit „Gabriella’s Song“ (Stefan Nilson), der Hitmelodie aus dem Film „Wie im Himmel“ sowie „I Call On Your Name“ (Tore W. Aas) verabschiedete sich Belcanto und wurden mit viel Beifall bedacht.
Vor der Pause ließen die Eichenbühler Musikanten dem musikalischen Fieber mit „Saturday Night Fever“ (Barry, Maurice und Robin Gibb) freien Lauf, nicht verwunderlich bei diesen Temposteigerungen.
Man freute sich noch über eine sehr lebhafte Zugabe: „Hey, hey Wickie!“

Nach der Pause setzte das Blasorchester des Musikvereins Rauenberg unter der Leitung von Bernd Hofmann mit dem „Marsch der Finnländischen Reiterei“ das Programm mayestätisch und feierlich fort. Es folgte eine musikalische Reise durch Norwegen mit „Norway Impressions“ (Alfred Bösendorfer). Musikalisch wurden die Naturschönheiten von Oslo bis zum Nordkap stimmungsvoll interpretiert.
Anschließend wurde Paul Detsch als langjähriger Musiker, vom Vorsitzenden Wolfgang Konrad verabschiedet. Detsch war 64 Jahre lang im Musikverein Rauenberg aktiv und hatte zuletzt die Tuba geblasen. Er ist bereits Ehrenmitglied, 2010 wurde ihm die Goldene Ehrennadel mit Diamant verliehen. Konrad ging in seiner Laudatio auf das Wirken von Paul Detsch ein. Das Publikum verabschiedete Detsch mit stehenden Ovationen und der Beifall wollte nicht aufhören.
Seine Musikkollegen und Kolleginnen „feierten“ ihn  mit dem „Champagner Galopp“ von Hans Christian Lumbye. Da galoppierten förmlich die Instrumente, solo und im Orchester.
Es folgte das Quartett „Cllaudia Beck & Friends“. Neben Claudia Beck gehörten noch die Sängerin Bianca Rosenberger und die Gitarristen Heiko Rosenberger und Harald Göbel dazu. Zu hören war die Liebesballade „At your side“ (The Corrs).
Mit Musik voller Gefühle, Leidenschaft und Emotionen brillierte der Musikverein Rauenberg bei „Highlights from Brave“. Die schönsten Songs der schwedischen Popgruppe „ABBA“ folgten. Die Begeisterung beim Publikum zeigte, dass diese Musik auch nach 30 Jahren immer noch hohe Popularität genießt. Überzeugend vorgetragen wurde sie vom Blasorchester des Musikvereins Rauenberg. Es war auch eine rhythmische Glanzleistung.
Noch einmal zeigte das Quartett um Claudia Beck mit dem Song „The Final Countdown“ sein gesangliches Können.
„Lord of the Dance“ (Ronan Hardiman), die bekannte irische Tanzshow ist die Nacherzählung einer alten irischen Legende vom Kampf der guten gegen die bösen Mächte. Vorgetragen von den Musikerinnen und Musikern aus Rauenberg  konnte das Publikum in die zauberhafte Musik eintauchen und das begeisterte Tempo miterleben. Erneut ein Beweis des hohen musikalischen Könnens dieses Klangkörpers.
Für den Schluss hatten die Gastgeber sich noch eine besondere Überraschung aufgehoben: einen Dudelsackspieler im Kilt in Gestalt von „Sir Anthony Fox“ alias Achim Fuchs. Er spielte zusammen mit dem Blasorchester die heimliche schottische Nationalhymne „Highland Cathedral“. Diese Darbietung löste begeisterten Applaus aus, sodass diese auf Wunsch des Publikums wiederholt wurde.
Als Zugabe konnte man eine schwungvolle, feurige „Langstrumpf-Samba“ hören. Auch sie musste wiederholt werden. Die begeisterten Zuhörer erlebten bei diesem Konzert viele abwechslungsreiche Darbietungen auf hohem musikalischem Niveau, die auch durch entsprechende Multimedia-Präsentationen hervorragend abgerundet wurden.


Frühlingskonzert 2013 "Love in Cocert"


Ein besonderes Konzert unter dem Motto "Love in Concert" fand am Samstag in der Raubachhalle statt. Bereits eine halbe Stunde vor Beginn war der Besucherandrang so groß, dass weitere Stühle aufgestellt werden mussten.

Als fachkundiger Moderator ist der Vorsitzende des Rauenberger Musikvereins, Wolfgang Konrad, bekannt, der die Gäste, darunter Bürgermeister Heinz Hofmann mit Frau, und den Vizepräsidenten des Musikverbandes Untermain, Fritz Hofmann, willkommen hieß, ebenso die Mitwirkenden, den gemischten Chor "Was'n act" aus Dorfprozelten, Leitung Lorene Dworschak, und den Damenchor "Happy Hour" aus Umpfenbach, Leitung Juliane Platz, und das Blasorchester Külsheim, Dirigent Christoph Wolpert.

Technische Präzision
Eröffnet wurde das Konzert vom Gastgeber-Blasorchester, Dirigent Bernd Hofmann, mit der "Hymne und Triumphmarsch aus der Oper "Aida" von Giuseppe Verdi. Die Rauenberger Musiker, die das abwechslungsreiche Programm zusammen mit dem Chor aus Dorfprozelten gestalteten, überzeugten wieder durch ihre technische Präzision.

Da saß auch jeder Ton, und auch das Tempo stimmte genau. Moderator Konrad empfahl den Zuhöern: "Gehen Sie heute Abend eine Liebesbeziehung mit unserer Musik ein."

Dafür sorgten nun die Sängerinnen und Sänger aus Dorfprozelten mit der Weise "Fire in your heart" (Feuer in deinem Herzen). Dieser Song war die olympische Hymne zur Eröffnung der Olympischen Winterspiele 1994 in Lillehammer und wurde mit viel Gefühl erstklassig mit Klavierbegleitung vorgetragen, auch im Wechselgesang Frauen-Männer. Der zweite romantische Song, "You are my only one", von James Taylor lud zum Träumen ein, wieder voller Harmonie mit Soloeinlagen.

Das Musical "Grease" wurde mit über 3000 Vorstellungen in verschiedenen Theatern am Broadway in über sieben Jahren aufgeführt. Das Rauenberger Blasorchester spielte dieses Musical in seinen vielen Varianten vorzüglich und erntete begeisterte Zustimmung. Arrangiert hat es John Moss.

Nun gab es eine außergewöhnliche Überraschung: Als Solisten war in dem Song "Somethin' Stupid" (Carson Parks) die aus Freudenberg stammende Sängerin Claudia Beck und der in Oberndorf wohnende Sänger Mr. Lee Adams zu hören, begleitet vom Blasorchester Rauenberg - ein musikalischer Hochgenuss!

Noch einmal erfreute der Chor aus Dorfprozelten die Zuhörer, diesmal mit dem Song "You're beautiful" von James Blunt, modern, gefühlvoll, zum Mitsingen anregend. Die Männer begannen, die Frauen sangen dann mit, eine eindrucksvolle Darbietung wie auch das nächste Lied "Hungriges Herz", ein kreatives Feuerwerk der Emotionen, das die wechselseitige Stimmung der Liebe widerspiegelt. Beide Vorträge wurden auf dem Klavier begleitet.

Immer wieder war mehrmals hintereinander zu hören " Wie weit, wie weit wirst du gehen?" Das Blasorchester Rauenberg präsentierte den kontrastreichen Song "Music" von John Miles, einen Klassiker der Rockmusik, getragen beginnend, im 7/4-Takt schneller werdend, stark im Tempo wechselnd - wieder eine imponierender Leistungsbeweis der Kapelle.

Noch einmal ging Claudia Beck gesanglich voll aus sich heraus und ließ ihre kräftige, modulationsfähige Stimme bei dem hinreißenden Song "I will always love you" von Dolly Parton hören, wieder begleitet vom Blasorchester. Diese schöne Ballade wurde ein Welterfolg und auf Tonträgern millionenhaft verkauft. Die Rauenberger Musiker begleiteten als Zugabe "Just a Gigolo" Mr. Lee Adams zu seinem turbulenten Gesangsauftritt, bei dem er sich unter die Zuhörer mischte.

Nach der Pause nahmen die Külsheimer Musikerinnen und Musiker auf der Bühne Platz und eröffneten den zweiten Teil des Konzerts mit "Erinnerungen an ein Ballerlebnis" von Hans Bund. Auch dieses Blasorchester ist ein hervorragender Klangkörper und erntete mit seinen Beiträgen viel Beifall, ebenfalls der Damenchor, der sich mit dem Song "Sing mit mir" (Milton Ager) wohlklingend vorstellte, begleitet auf dem Klavier von Thomas Schmitt. Gut angekommen ist auch das Lied vom österreichischen Liedermacher Hubert von Goisern "Weit, weit weg". "My Fair Lady" von Frederick Loewe wurde am Broadway über 2700 Mal zu Gehör gebracht. Den Külsheimer Musikern gelang es vortrefflich, diese bezaubernde, anfangs marschmäßige Musik zu interpretieren, die dann schwingend fortsetzt und wieder zum Marsch wird.

"Cherish", deutsch übersetzt "wertschätzen, pflegen festhalten" ist auf Tonträgern 70 Millionen Mal verkauft worden. Präsentiert wurde diese Ballade vom Külsheimer Blasorchester beeindruckend. Die Umpfenbacher Sängerinnen erfreuten die Zuhörer mit "Only you" und besangen damit eine vergangene Liebe. Ebenso glückte ihnen das Musical "Sister act" bestens mit Klavierbegleitung. Das Blasorchester Külsheim verabschiedete sich mit der bekannten "West Side Story", ein Musical nach einer modernen Version von "Romeo und Julia", komponiert von Leonard Bernstein. Als Zugabe schmetterte es noch den "Florentiner Marsch".

Wolfgang Konrad dankte allen Mitwirkenden für dieses hochqualifizierte Konzert, aber auch den Sponsoren Lutz Pumpen, alfi Isoliergefäße, Sparkasse Tauberfranken, König & Meyer sowie Neuberger Land- und Fördertechnik.


Frühlingskonzert 2012 "Aus der neuen Welt"


»Folgen sie heute Abend auf einer musikalischen Reise den Spuren des Rauenberger Abenteurers Günter Wamser, der seit Jahren mit Pferden unterwegs, seinen Lebenstraum von Feuerland bis Alaska wahr werden lässt«, lud der Vorsitzende des Vereins und Moderator des Abends, Wolfgang Konrad, die Gäste ein. Zusätzlich aufgestellte Stühle am Rand der Halle zeigten das große Interesse an der Veranstaltung.
Neben dem Projektchor Rauenberg unter der Leitung von Madeleine Weis traten als Gastchor »Cantabile« Bürgstadt, Leitung Juliane Platz, und als Pendant zum Gastgeber der Musikverein Röllfeld mit seinem Dirigenten Thomas Schmitz auf. Namhafte Komponisten haben versucht, in ihren Stücken die jeweilige Situation vergangener Jahrhunderte in den Vereinigten Staaten und Lateinamerika in Noten und Texte zu fassen.
Solo von Claudia Beck
Die sorgfältig ausgewählten und von allen Beteiligten hervorragend umgesetzten Titel ergänzte der Vorsitzende mit kurzen Erläuterungen, die den Gästen ein besseres Verständnis dieser »Neuen Welt« ermöglichten. »Conquest of paradise« eröffnete den Abend und wurde vom Musikverein Rauenberg und dem Chor »Cantabile« gemeinsam vorgetragen.
Bevor es mit »Glenn Miller in Concert«, gespielt vom Musikverein Rauenberg weiterging, wurden einige Mitglieder des Vereins für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt. Dem weltbekannten mexikanischen Liebeslied »Bésame Mucho« des Chores »Cantabile« folgten »Don’t Cry For Me, Argentina« des Musikvereins Rauenberg mit der Solistin Claudia Beck. Den Gospel »I’m Gonna Ride In The Chariot« spielten die Gastgeber. Mit »Cotton fields« von »Cantabile« und einem Portrait des Musikers Carlos Santana endete der erste Teil des Abends. Nicht weniger unterhaltsam ging es nach der Pause mit dem Musikverein Röllfeld und dem Projektchor Rauenberg weiter: Das Orchester spielte unter anderem »Stevie Wonder in Concert«, einige Titel aus dem Musical »Grease« und »Children of Sanchez«.
Neuer Balladenkönig
Der Projektchor begann mit »Hallelujah« von Leonhard Cohan. Es folgten »Sweet Home Alabama« mit einem Solo von Nathalie Hirsch. Im Vortrag »Summer of 69« stellte sich Chormitglied Ronny Grein als »neuer Balladenkönig« vor. Dem ebenfalls bestens bekannten »Hall Holy Queen« aus »Sister Act« des Chores ließ der Musikverein Röllfeld den »St. Louis Blues Marsch« folgen, in dem Trompeten und Schlagzeug besonders hervorgehoben werden. Mit »Washington Post« als Zugabe ging das Konzert zu Ende.
Der Verbandspräsident des Musikverbandes vom Untermain, Berthold Rüth, nahm gemeinsam mit Wolfgang Konrad die Ehrungen vor und bedankte sich für die Leistungen der Jubilare: Für 60 Jahre erhielt der 1993 zum Ehrenvorsitzenden ernannte Erhard Weimer von der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände, die Ehrennadel mit Diamant und einen Ehrenbrief. Weimer war von 1970 bis 1993 Vorsitzender des Vereins.
Goldene Ehrennadel
Für 30 Jahre Mitgliedschaft wurde Thorsten Hildenbrand, Schlagzeuger und langjähriger Kassenprüfer und Volker Steuer, Bassist, und von 1995 bis 2010 Kassenwart, danach zweiter Vorsitzender, mit der Goldenen Ehrennadel des Musikverbandes Untermain geehrt. Vereinsintern wurde Monika Mazur, Saxofon, für 15 Jahre Mitgliedschaft geehrt.
Neben einigen Jahren als Jugendvertreterin in der Vorstandschaft ist sie derzeit Schriftführerin in der Vorstandschaft der Bläserjugend auf Verbandsebene. Für zehn Jahre Mitgliedschaft erhielt Katharina Kappel, Querflöte, aus Sonderriet die Ehrennadel in Bronze des Musikverbandes Untermain.


Frühlingskonzert 2011 "Musik und Tanz"


Freudenberg-Rauenberg »Musik & Tanz« hieß das Motto, unter dem am Samstagabend der Musikverein Rauenberg gemeinsam mit einer Jugendformation des Tanzclub 88 Wertheim unter der Leitung von Ulrike Berberich und Carolin Webersinke und der Musikverein Laudenbach seine Gäste in der Raubachhalle Rauenberg unterhielt.


Wolfgang Konrad, der die Moderation zu den Auftritten der Rauenberger Blaskapelle und der Tanzgruppe übernommen hatte, war überzeugt, dass rhythmische Bewegungen nicht nur »miese Stimmung« vertreiben können und für gute Laune sorgen, sondern auch von Sorgen ablenken.
Bunte Melodienfolge
Das Signal für den Beginn einer bunten Melodienfolge setzten die Musiker unter der Leitung ihres neuen Dirigenten Bernd Hofmann mit der »Fanfare for a Celebration«. Ein wenig Wiener Opernball-Atmosphäre verbreitete sich beim Spiel bekannter Walzer- und Polkarhythmen des österreichischen Komponisten Johann Strauß (Sohn) wie »An der schönen blauen Donau«, »Donner und Blitz« und »Tritsch-Tratsch-Polka«.
Aus den 50er- und 60er-Jahren, als die Mädchen Petticoats trugen und der Hula-Hupp-Reifen für bewegliche Hüften sorgen sollte, stammten die Evergreens »Diana« und »To all the girls I loved bevore«, gespielt im Big-Band-Stil. Während »La pulce d’aqua« (Der Wasserfloh) des italienischen Barden Angelo Branduardi frühlingshaft und leicht anmutete, hatten die Ausschnitte aus dem Musical »Tanz der Vampire« eher etwas düster-mystisches an sich. Mit »Latin American Fever«, einem Potpourri lateinamerikanischer Weisen leitete die Kapelle zu der folgenden Tanzeinlagen zu Rumba-, Samba- und Tangoklängen der jungen Mitglieder des Tanzclubs 88 Wertheim über. Die Gäste waren begeistert und erklatschten eine Zugabe, die mit einem Cha-Cha-Cha gern gewährt wurde.
Eine Zeitreise
Im zweiten Teil des Abends nahm der Musikverein Laudenbach die Gäste auf eine Zeitreise mit, die Dirigent Erich Rachor mit viel Liebe zu Details der gespielten Stücke moderierte. Mit der »Fuchsgraben Polka« begann es und nach »Der Entertainer«, einem Rag aus dem Jahr 1902, ging es weiter mit Erläuterungen und praktischen Beispielen zu den Elementen des Ragtime oder den rhythmischen Unterschieden zwischen Dixie und Swing. Der Dixieland Parade folgte der »St. Louis Blues«, der den meisten vermutlich durch das Orchester Glenn Miller oder Louis Armstrong bekannt sein dürfte. An die »guten alten 50er« erinnerte die Sängerin des Orchesters, Kerstin Olejak, mit Liedern wie »Weine nicht wenn der Regen fällt« oder »Wärst Du doch in Düsseldorf geblieben«.
Lieder der Beatles
Die verschiedenen Tanzmusikarten der 60er und 70er Jahre stellte die Kapelle mit Lieder der Beatles vor. »Highlights aus dem Musical Mamma Mia« bildeten die Endstation der Reise.
Mit einer Aufforderung zum Tanz sorgte der Musikverein Laudenbach für die weitere Unterhaltung am Abend.


Frühlingskonzert 2010 "very british"


Klänge von der Insel


Freudenberg-Rauenberg »Schöner als mit Musik und Gesang kann man seine Gefühle wirklich nicht ausdrücken.« Das stellte Moderator Wolfgang Konrad beim Frühjahrskonzert des Musikverein Rauenberg am Samstagabend fest. Unter dem Motto »very britisch« sorgte das Blasensemble mit seinen Gästen für hervorragende Unterhaltung und bot technisch und musikalisch anspruchsvolle Musik und Chorgesang.

Das Uhrwerk des »Big Ben« läutete den Beginn des Konzertes ein. Mit einem Medley der »vier Pilzköpfe aus Liverpool« dem »Best of Beatles«, trafen die Rauenberger Musiker gleich den Geschmack ihres Publikums. Von »Let it be«, über »Lady Madonna« bis zu »Yesterday« war alles mit dabei. Der Musikverein Rauenberg zeigte sich unter souveräner Leitung von Johannes F. Dembinski von Beginn an den sehr hohen Anforderungen an Konzentration und Spielkultur gut gewachsen.
»Wir wollen Sie unterhalten«
»Wir wollen Sie unerhalten, die Musiker und Sänger haben sich seit langem mit sprichwörtlichen Lampenfieber auf den heutigen Abend vorbereitet«, kündigte der Musikvereinsvorsitzende Wolfgang Konrad an. Im vergangenen Jahr musste das Konzert abgebrochen werden, da eine Lampe von der Decke in der Raubachhalle stürzte.
Hervorragend gelungen war nun die Premiere, gemeinsam mit den »Oktavenspringer« vom Sängerbund Eichel auf die Bühne zu gehen. In vorbildliche Harmonie war von den »Oktavenspringern« zunächst »Amazing Grace« zu hören. Bevor der gemischte Chor unter der Leitung von Susanne Skirde bei »Lord of the Dance« dem fachkundigen Publikum sogar Tanzschritte passend zum Song bot.
Als Sopransolistin sorgte Alissa Röhrig später noch für Gänsehaut. Elton Johns »Can you feel the love tonight« aus dem Musical »König der Löwen« war sicherlich einer der gesanglichen Höhepunkte des Abends. Aber auch die Rauenberger Musiker zeigten zwischendurch, dass sie Blasmusik auf einem sehr hohen Niveau spielen. So brachten sie ihr Publikum mit »Flight of Fancy« und mit Melodien aus dem schönen Cornwall in Schottland ins Schwärmen.
Maßgeschneiderte Klänge
Maßgeschneidert waren dazu die keltischen Klänge, die Jennifer Hildenbrand bei einem Solo auf der Querflöte zum Besten gab. Fantastisch gelang die Wiedergabe eines Dinosauriers der Popgeschichte, der »Bohemian Rhapsody« aus der Feder von Freddy Mercury von der Popgruppe »Queen«. Fast konnten die Besucher des Konzertes den Eindruck gewinnen, dieses Stück sei speziell für Blasorchester geschrieben worden.
Vor der Pause bewiesen die »Oktavenspringer« gemeinsam mit dem Musikverein Rauenberg ihre beachtliche Vielseitigkeit. Auch die »heimliche Englische Nationalhymne«, wie das Stück »Pomp an Circumstance« angekündigt wurde, kam beim Publikum sehr gut an.
Von seiner besten Seite zeigte sich auch der Musikverein »Germania« Bürgstadt unter der Leitung von Markus Greim. Mit spielerischer Eleganz und viel Esprit spielten sie »Music« von John Miles. Die Tenorhörner und Tuben sorgten hier für einen sonoren Sound, während die Register der Klarinetten und Flöten gemeinsam mit den Trompeten und dem Schlagwerk die charakteristische Klangfarbe bei dem Ohrwurm sorgte.
Die Bürgstädter unternahmen gleich mehrmals einen Ausflug in die Musicalwelt. Mit Andrew Lloyd Webbers »Phantom der Oper« ging man zunächst musikalisch nach Paris ins Jahr 1877 an die Pariser Oper. Dann ließ man »Tarzan« im Dschungel wieder auferstehen. Denn es war »You´ll be in my heart« von Phil Collins zu hören, der Soundtrack zu dem Musical »Tarzan«.
Der gemischte Chor »Nassingers« bot zwischendurch bei seinem Auftritt ein breites musikalisches Spektrum. Bei »Morning has broken« von Cat Stevens dominierte die Frauenstimmen bei dem gemischten Chor. Dirigent Thilo Winter zeigte, dass er seinen Chor auch vom Klavier aus bestens im Griff hat. Man hatte sogar den »Sandmann« aus Nassig musikalisch mitgebracht. Eingeschlafen ist keiner im Publikum, denn es gab später noch den »Chattanogga Choo Choo« und »An Irish Blessing«.
Funke springt über
Der berühmte Funke war zum Publikum längst übergesprungen, als der Musikverein »Germania« Bürgstadt mit dem »Starlight Express« die Weltmeisterschaft der Züge musikalisch in der Raubachhalle servierte.
Unterhaltsam mit modernen Arrangements wurden sowohl die liebenswerte Dampflok »Rusty«, und die »Diesellok« Greaseball von den verschiedenen Klangregistern des Musikvereins gespielt. Erst nach mehreren Zugaben konnten sich die Musiker und Sänger von einem dankbaren Publikum verabschieden


Frühlingskonzert 2009


Sicherheitsglas einer Deckenlampe platzt

Frühjahrskonzert Musikverein Rauenberg bricht Vorstellung vorzeitig ab - Gesamte Technik wird untersucht

Freudenberg-Rauenberg Sein Frühjahrskonzert veranstaltete der Musikverein Rauenberg am Samstag in der Raubachhalle. Dazu waren auch der gemischte Chor Belcanto aus Freudenberg, die Musikkapelle Germania Bürgstadt und der gemischte Chor Nassig eingeladen. Leider musste das Konzert aber zur Mitte des ersten Konzertteils abgebrochen werden, da das Sicherheitsglas einer Deckenlampe zerbrach und auf den Hallenboden vor der Bühne stürzte. Wenig später zerbrach das Sicherheitsglas einer zweiten Lampe im Bühnenbereich und stürzte auf den Notenständer eines Musikers. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Obwohl die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Zerberstens einer Lampe als äußerst gering eingeschätzt wurde, konnte dies aber nicht gewährleistet werden. Nach kurzer Absprache zwischen Veranstalter, den Verantwortlichen der mitwirkenden Vereine und Bürgermeister Heinz Hofmann, der als Gast das Geschehen miterlebt hatte, wurde das Konzert abgebrochen. Nach der Ursache wurde bereits gestern geforscht. Bürgermeister Hofmann hat sich persönlich der Sache angenommen und war auch gestern in Rauenberg, um die Sachlage zu klären. Die gesamte Technik der Hallenbeleuchtung wird untersucht und gegebenenfalls ausgetauscht, teilte der Musikverein mit. Die Stadtverwaltung werde alles daran setzen, dass die Besucher wieder mit einem sicheren Gefühl die Halle betreten können.

Einer Wiederholung des Konzertes steht damit nichts im Weg. Ein neuer Termin wird in den nächsten Tagen zwischen den Mitwirkenden abgestimmt, die sich spontan dazu bereit erklärt haben, wieder nach Rauenberg zu kommen. Der Männerchor Rauenberg hatte den Abend mit Beatle-Musik eröffnet, schwungvoll geboten unter Leitung von Johannes F. Dembinski. Als Moderator fungierte fachkundig Wolfgang Konrad.

Der wies darauf hin, dass dieses Konzert unter dem Motto "very british" geboten werde, zumal die englische Sprache in der Musik führend sei. Hinter der Musikkapelle hatte bereits der Chor Belcanto, Leitung Walter Kirchgäßner, Aufstellung genommen. Und mit jugendlicher Frische erklang das Liebeslied "Sommerliebe". Die Klavierbegleitung hatte Tobias Kirchgäßner übernommen. Es begann einstimmig und mündete in eine abwechselnde Begleitung durch Frauen und Männer - eine turbulente, aber vortreffliche Darbietung. Modern und romantisch ging es weiter mit "Flight of Fancy". Als Querflötensolistin überzeugte Jennifer Hildenbrand, dezent begleitet vom Blasorchester.

Mit ein Höhepunkt war das "Daddy Cool Musical Medley" von Frank Farian/Boney M. Der Chor Belcanto sang auswändig, und Walter Kirchgäßner hatte ihn bestens im Griff.

Erfolgversprechend begann anschießend die Gastgeberkapelle mit der "Bohemian Rhapsody" von Freddy Mercury. Plötzlich wurde diese wohltuende Melodie durch einen Knall unterbrochen, als das Sicherheitsglas einer Deckenlampe zerbrach. Darauf räumten die Musiker die Bühne und das Konzert wurde abgebrochen.



Frühlingskonzert 2008


Flotte Märsche und Muscial-Evergreens
Musikverein Rauenberg gibt mit sechs auswärtigen Orchestern Konzert - Bläser unter Leitung von Johannes Dembinski beweisen hohes Niveau

Freudenberg-Rauenberg Blasmusik auf hohem Niveau gab es am Samstagabend beim Frühjahrskonzert des Musikvereins Rauenberg. Gleich sieben hervorragende Blasorchester unterhielten das Publikum prächtig. Sie boten dabei ein breites Spektrum, das den Bogen von der Klassik über böhmische Weisen und Polka bis zu Musicalthemen spannte.

Flotte Märsche und Muscial-Evergreens
Die Gastgeber aus Rauenberg bei ihrem Vortrag zum Frühjahrskonzert. Günter Herberich Die Gastgeber vom Musikverein 1900 Rauenberg zeigten sich in der frühlingshaft geschmückten Raubachhalle von ihrer besten Seite. Dies ist sicherlich auch ein Verdienst von Johannes Dembinski, dem musikalischen Leiter. Mit spielerische Eleganz und viel Esprit eröffneten sie das Konzert mit dem Hit "Music" von John Miles. Evergreens wie "Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen" waren hingegen beim Ausflug in die Musical-Welt von "My Fair Lady" angesagt.

Wolfgang Konrad, zweiter Vorsitzender des Musikvereins, hatte als Conférencier stets den passenden Spruch parat. Dabei gab es von ihm nicht nur interessante Informationen über die verschiedenen Musikstücke. Als Saxophonist ist er zudem aktiver Musiker beim Gastgeber.

Reise nach Wien und Böhmen
Die hohe Popularität des "Radetzkymarsches" von Johann Strauß Vater kam bei den Freunden der Blasmusik gut an. Der Musikverein Rauenberg präsentierte diesen, präzise ausgeführt in österreichisch-militärischer Weise. Genauso maßgeschneidert zeigten sich die Eiersheimer Musikanten unter der Leitung von Eddy Hauck. Von ihnen wurde man erstmals in die Welt der Südböhmischen Blasmusik um Johann Steiner und Peter Schad entführt. Die charakteristische Klangfarbe der Melodien durch die Tenorhörner kam vor allem beim "Mariechenwalzer" und "Schöne Stunden mit Musik" gut zur Geltung.

Mit dem Marsch "Mein Musikantenleben" sorgte der Musikverein Eichenbühl im Zweivierteltakt für eine Überraschung. Temperamentvoll war hier nicht nur Dirigent Markus Greim. Die Musiker aus dem Erftal servierten unter anderem mit einem Medley Udo Jürgens musikalisch auf der Bühne. Eine weitere Glanzleistung waren Henry Mancinis Filmmelodien. Ein kontrastreiches Werk, erst klanglich massiv, dann sentimental im Piano mit orientalischen Variationen. Mit dem Erkennungsmarsch der tschechischen Zentralarmee unter dem Titel "Unser Kommandant" verabschiedeten sich die Musiker aus Eichenbühl.

Gospels und Dixi-Musik hatte sich der Musikverein Schippach unter der Leitung von Klaus Hammer ausgesucht. Das mitreißende Medley mit Melodien wie "Kumbaja", "Oh when the Saints" oder "Hey Man" ließ den Funken aufs Publikum überspringen. Ein besonders Lob verdienten sich die Posaunisten für ihre technische Brillanz. Der Musikverein Schippach hinterließ ebenfalls einen vorzüglichen Eindruck.

Hohes technisches Können zeigte auch der Musikverein Külsheim. Der Kavalleriemarsch "Des Großen Kurfürsten Reitermarsch" wurde exakt ausgeführt und war mit technisch anspruchsvollen Läufen gespickt. So waren die Hornisten und das Schlagwerk gefordert. Die "Italienische Lustspiel-Ouvertüre" war sicherlich eine der Höhepunkt des Frühlingskonzertes. Das fachkundige Publikum fühlte sich wie im italienischen Theater und konnte so den Zwiegesprächen einzelner Instrumente lauschen. Nach diesem Ohrenschmaus gab es von Dirigent Bernhard Reussner und seinen Musikern noch einen musikalischen Streifzug durch New York mit der "New York Ouvertüre".

Polkas aus Großheubach
Gleich mehrere Polkas hatte der Musikverein "Frisch auf" Großheubach in seinem Repertoire. Bei der "Amboss-Polka" präsentierte Solist Patrick Geiger mit Hammer und Amboss sein Können. Auch ein Walzer durfte beim Frühjahrskonzert nicht fehlen. Die Großheubacher hatten sichtlich Spaß bei den "Loretoglocken".

Als letzter Klangkörper stellte sich der Musikverein "Dammbachklänge" aus Wintersbach vor. Die Musiker brachten den Gästen mit dem Potpourri "Egerländer Solistenparade" die Heimat von Ernst Mosch näher. Zu guter Letzt setzte man mit der "Sternzeichen-Polka" den Schlusspunkt unter einen kurzweiligen Abend. gh31.03.2008

Frühlingskonzert 2007

Großes Musikeraufgebot begrüßte den Lenz

Musikverein Rauenberg lud zum Frühlingskonzert

Rauenberg. Zum Frühlingskonzert hatte der Musikverein Rauenberg drei befreundete Musikkapellen, einen Posaunenchor und eine Singgemeinschaft in die Raubachhalle eingeladen, die der stellvertretende Vorsitzende und Moderator des Abends, Wolfgang Konrad, mit einem Vers von Friedrich Schiller "Alles freuet sich und hoffet, wenn der Frühling sich erneut" willkommen hieß.
Der Gastgeber eröffnete das Konzert mit der feierlichen "Fanfares for a Celebration" von Charles Michels, beschwingt in Forte-Lautstärke und gewohnter Qualität. Als nächstes erklang "Der Einzug der Gladiatoren" mit Trompetensignal und Führung der tiefen Instrumente sowie einer gekonnten Begleitung der Klarinetten. Dieser melodiöse Marsch vermittelte Zirkusatmosphäre.

Es folgte die Ehrung langjähriger aktiver Mitglieder. In Vertretung von Präsident Franz Pilzweger nahmen sie der erste Vorsitzende, Siegfried Flicker, und sein Stellvertreter, Wolfgang Konrad, vor. Zehn Jahre dabei ist die Saxophonistin Monika Flicker, Jugendvertreterin. Thorsten Hildenbrand bedient seit 25 Jahren das Schlagzeug, und Volker Steuer sorgte mit der Tuba ebensolange für die Begleitung. Beide sind auch im Vorstand tätig.
Ehrenvorsitzender Erhard Weimer, der 23 Jahre lang erster Vorsitzender war, gehört dem Musikverein bereits seit 55 Jahren an und war bereits mit der höchsten europäischen Auszeichnung für Vereinsfunktionäre in Blasorchestern, dem Verdienstkreuz des Internationalen Musikbundes, geehrt worden. Aber auch Vorsitzender Siegfried Flicker kann auf 35 Jahre aktive Mitwirkung im Verein zurückblicken, und sein Stellvertreter bescheinigte ihm ein außerordentliches Engagement.
Ein weiterer Vollblutmusiker, Thomas Neuberger, ebenfalls 35 Jahre dabei, war verhindert. Sozusagen als Ständchen für die Geehrten spielte die Kapelle eine Auswahl bekannter Kompositionen von Udo Jürgens im punktierten Rhythmus und mächtigen Synkopen. Erhard Weimer bedankte sich für die Laudatio und bekräftigte, dass er sich auch nach so vielen Jahren in der Kapelle wohl fühle und gern noch einige Jahre weiter mit musizieren wolle.

Die Rauenberger, dirigiert von Johannes F. Dembinski, beschlossen ihre wohlklingenden Vorträge mit dem "Kaiserwalzer" von Johann Strauß, wobei besonders die fein ausgearbeiteten Überleitungen beeindruckten. Dembinski leitet auch die gemischten Chöre aus Wertheim (Liederkranz) und Hundheim, die er als Singgemeinschaft auftreten ließ. Mit geballter Sangeskraft erklang freudig der "Sängermarsch" von Jakob Christ, dann bekennend die slowenische Weise "Freude am Leben" (Otto Groll) im Dreivierteltakt und dem schnellen Refrain "Tanz mit mir". Auch im "Weinparadies" von Robert Pappert fanden sich die Sängerinnen und Sänger bestens zurecht. Als Freunde kamen sie und gingen wieder, auch dieses schöne Lied gelang den Chören in Harmonie vortrefflich. "Auf Wiedersehn, wir kommen wieder mit einem Strauß von Melodien", damit verabschiedete sich die erfolgreiche Singgemeinschaft.

Trotzdem die Blaskapelle aus Richelbach, Dirigent Volker Metzger, am nächsten Tag ein Konzert in Umpfenbach hatte, war sie gekommen und bot hörenswerte Qualität mit dem "Marsch der Komödianten und Springtanz" aus der Oper "Die verkaufte Braut" von Bedrich Smetana, dem Begründer der tschechischen Nationalmusik. Dieses Blasorchester brillierte mit einer ausgefeilten Technik, wobei vor allem die sechs Klarinettistinnen hervorzuheben sind. John Berry ist als Komponist von Filmmusik bekannt, und so war jene im Adagio-Tempo aus dem Film "Out of Afrika" zu hören, gefühlvoll vorgetragen. Die Tubabläser leiteten "Pirates of the Caribbean" eine triolenbetonte Filmmusik von Hans Zimmer im Dreivierteltakt ein.

Nach der Pause hatte sich der Posaunenchor Sachsenhausen unter Leitung von Friedrich Joas nicht weniger als acht Vorträge vorgenommen. Die sechs jungen Damen und ebenso viele ältere Herren begannen mit dem bekannten "Yesterday" von John Lennon/Paul Mc Cartney, eine melodisch angenehme Melodie. Ebenfalls bekannt ist die Filmmelodie aus "Drei von der Tankstelle" mit Heinz Rühmann "Ein Freund". Dann schrillte beim "Probealarm" eine Trillerpfeife, und ab und zu mischte sich eine Dissonanz dazwischen, aber sonst war ein exaktes Spiel zu hören, ebenso bei der Melodie zu den "Winnetou-Filmen". Es folgten drei modern gehaltene Choräle, von denen der letzte, "Wir haben Gottes Spuren festgestellt", der eindrucksvollste war.

Die Blaskapelle "Frankonia" aus Dorfprozelten, Dirigent Erich Kohlhepp, begann ihr Spiel mit "Young Amadeus", aber vorher stellten sich erst einmal alle Instrumente vor. Dann konnte man ein gut abgestimmtes Tief-Hochspiel mit Sequenzen vernehmen. Der junge Mozart selbst hatte die feierliche Weise komponiert. Mit einer Trommeleinleitung wurde "Sound Giganten", ein Potpourri", geboten, wobei besonders der Rhythmuswechsel auffiel. Auch diese Kapelle erwies sich als leistungsfähiger Klangkörper. Dies kam ebenfalls bei dem modern gehaltenen "The Blues Brothers Revue" zum Ausdruck mit einer tiefen Ostinato-Begleitung. Das Orchester war technisch immens gefordert. Hermann Dostal komponierte den bekannten "Fliegermarsch", die "heimliche Hymne" der Bundesluftwaffe, eine melodiöse Konzertweise.

In Lederhosen die Männer, karierten Röcken die Damen, so erschien die Musikkapelle "Bavaria" aus Neunkirchen mit Dirigent Bernhard Berberich. Es war übrigens die Kapelle mit den meisten Musikerinnen, acht an der Zahl, die ihre Klarinetten und Saxophone gut beherrschten. Man präsentierte schwungvoll mit einem Medley im Big-Band-Stil "Erinnerungen an Satchmo" und damit auch an den gefeierten Trompeter Louis Armstrong. Aber auch das Musical "Mamma mia" beeindruckte sehr mit seinen fetzigen Rhythmen und Kontrasten. Da legten die Musikdamen auch mal ihre Instrumente in den Schoß und klatschten. Eine Glanzleistung vollbrachte das Orchester mit dem "Marsch Konfetti", einem Sammelsurium von Melodien auf Quodlibet-Basis, beginnend mit dem Radetzkymarsch, der jäh von einem hereinmarschierenden Posaunenquartett unterbrochen wurde, und sogar der Triumpfmarsch aus Aida war bruchstückweise zu hören. Mit diesem humoristischen Vortrag war das lange, aber erlebnisreiche Konzert beendet.

Wolfgang Konrad hatte allen Grund, sich bei den Akteurinnen und Akteuren zu bedanken. Inzwischen war beinahe die Mitternachtsstunde erreicht. Bild von links: Wolfgang Konrad, Volker Steuer, Erhard Weimer, Thorsten Hildenbrand und Siegfried Flicker. wi

© Fränkische Nachrichten – 03.04.2007