Muskiverein 1900 Rauenberg e.V.

Adventskonzert 2013


Rauenberg. Mit einem Paukenschlag eröffnete der Musikverein Rauenberg unter der Leitung von Bernd Hofmann am Sonntag das traditionelle Adventskonzert in der voll besetzten Kirche St. Wendelinus. Moderator Wolfgang Konrad hieß die Gäste und alle Mitwirkenden willkommen. Erstmals bei solch einem Konzert zu hören war der Jugendchor Rauenberg, der von Madeleine Weiß geleitet wird. Konrad wünschte einen unterhaltsamen Abend, dramatisch und temporeich, aber auch träumerisch. Damit sollte er recht behalten.

Das Blasorchester sitzt harmonisch, rhythmisch und technisch fest im Sattel, eigentlich immer schon. Erstklassig geboten wurde das Stück "Ankunft der Königin von Saba" von Georg Friedrich Händel. Wolfgang Konrad nannte diese Komposition zutreffend ein "Meisterwerk". In diesem Teil des "Oratorium Salomon" hatten die Klarinetten und Querflöten besonders viel zu tun.

Auch die nächste Darbietung des Blasorchesters, "Pastorale" von Arcangelo Corelli, gelang wunderbar. Und wieder blieb es Klarinetten und Querflöten vorbehalten, dieses Thema zu verdeutlichen. Corelli wollte damit das Musizieren der Hirten mit den Engeln ausdrücken.

"Hark! The herald tubas sing" (Felix Mendelssohn Bartholdy/Arrangement: Michael Sweeney) hieß das nächste Werk. Nicht zu überhören waren als Tuba-Solisten Siegfried Flicker und Volker Steuer in dieser berühmten Weihnachtshymne.

Nun sang der Männerchor Rauenberg-Ebenheid (Leitung; Egon Schmitt melodiös das bekannte "Maria durch ein' Dornwald ging" (Satz Wilhelm Heinrichs. Weiter erklangen lobenswert "Kommt herbei ihr Hirten" und "Weihnacht" beginnt (Satz jeweils Manfred Bühler). Bei Letzterem war auch der Wunsch, mit den Engeln zu singen, zu hören.

Die Blaskapelle setzte mit "Give us pace" ("Dona nobis pacem") (Arrangement: Ted Huggens das Programm fort, eine traditionelle Volksweise für zwei Trompeten (Heinz Grein und Dennis Helmstetter). Dieser dreistimmige Kanon ist dem Frieden gewidmet.

Jugendchor feierte Premiere
Den Jugendchor begleitete bei seinem Auftritt Madeleine Weis auf dem Keyboard. Zuerst erklang "Wonderful dream" (Melanie Thornton), danach ein selbst arrangiertes "Weihnachtsmedley" mit "Fröhliche Weihnacht überall", "Wir sagen euch an den lieben Advent" sowie weiter "Der kleine Trommeljunge" (Pete Seeger) mit Unterstützung von Julius Hildenbrand und "Frohe Weihnachten" (Richard Filz). Besonders beschwingt sangen die Jugendlichen "Fröhliche Weihnacht überall" und "O Tannenbaum". Den Zuhörern gefiel das, und der Beifall war entsprechend.

Freddie Mercury verfasste 1975 die "Bohemian Rapsody" für seine Rockgruppe "Queen". Das Stück verkaufte sich millionenfach, erklärte Konrad. Das Blasorchester verdeutlichte das Faszinierenden an diesem Stück, vor allem den Mittelteil, der musikalisch einzigartig in der Pop- oder Rockmusik ist. Dafür gab es kräftigen Applaus. Danach unternahm man musikalisch eine "Schlittenfahrt in den Alpen" (Alfred Bösendorfer). Romantik pur bei fast neckischer Musik.

Der Kirchenchor unter Leitung von Dieter Velten begann mit "Auf dem Weg zum Frieden", (Michael Schmoll) harmonisch einwandfrei. "Wie glänzet die Sonn'" ist ein Adventslied aus dem Salzburger Land zur Verehrung Marias. Es gelang dem Chor ebenfalls gut. "Erstaune, o Himmel" war dann ein Lied voller weihnachtlicher Freude.

In jedem Jahr beschließt das Blasorchester das Adventskonzert in der Kirche mit einer Fülle von bekannten Weihnachtsliedern. Besonders durch drei Glockenschläge wird dabei "O du fröhliche" angekündigt. Wie immer wurde es auch diesmal von allen Besuchern stehend mitgesungen.


Adventskonzert 2012


Fröhlich swingende Weihnachtslieder
Adventskonzert: Krönender Abschluss des kulturellen Veranstaltungsjahres in der Ortschaft Rauenberg


Freudenberg-Rauenberg »Weihnachten ist die Zeit, bei der die einfachen Dinge wieder in den Mittelpunkt kommen. Man soll den Advent bewusst erleben«, dies gab Wolfgang Konrad am Sonntagabend den Gästen beim traditionellen Adventskonzert in der St. Wendelinus Kirche in Rauenberg mit auf den Weg.

Kirchenchor und Musikkapelle Rauenberg bei ihrem gemeinsamen Auftritt. Foto: Günter Herberich Das Konzert bildete den krönenden Abschluss des kulturellen Lebens in der Ortschaft. Die Vielfältigkeit des musikalischen Schaffens der Gemeinde mit seinen Nachbarortschaften wurde eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Man spannte dabei einen weiten Bogen. Es gab Weihnachtslieder fröhlich swingend, Gospel, Volksmusik und Klassisches.
Feierlich eröffnete das Blasorchester des Musikverein Rauenberg mit königlicher Barockmusik von Jeremiah Clarke (The Royal Duke) den Abend. Vor allem die Querflöten wussten hier zu gefallen. Wolfgang Konrad führte als Moderator fachkundig durch das Programm. So erfuhren die Musikfreunde aus der gesamten Region viel über die Komponisten und die Geschichte der einzelnen Stücke. Nun gab es Musik aus einer anderen Zeitepoche, den Anton Vivaldis »Winterkonzert« aus den »Vier Jahreszeiten« war angesagt.
Bernd Hofmann, Leiter des Blasorchesters des Musikvereins, hatte seine Musiker auf das schwierige Stück gut vorbereitet. Ruhig und getragen sang der Kirchenchor geleitet von Dirigent Dieter Velten. Eine harmonische Melodie war vor allem beim »Hört ihr nicht die Engel singen« zu hören. Bei »Ein Stern stand am Himmel« hatten die Frauen die führende Stimme, als es um den »Zauber der Nacht« ging.
Festliche Atmosphäre
Die vorweihnachtliche Atmosphäre konnte man nun genießen, als sich verschiedene Ensembles des Blasorchesters vorstellten. Beim Klarinet-ten-Ensemble waren alpenländische Klänge angesagt. Die Blechbläser hingegen ließen mit ihren Tuben und Tenorhörnern das bekannte »Als Maria durch den Dornwald ging« erklingen. Das Holzbläser-Trio spielte ein englisches Weihnachtslied, während das Saxofon-Sextett den afroamerikanischen Gospelsong »Go, tell it on the mountain« im Chorraum zum Besten gab.
Der Stern von Bethlehem wurde bei »O Holy Night« von Adolphe Adam symbolisch in die Kirche gebracht. Gefühlsbetont ging es weiter als die vier Sängerinnen von Spirit & Soul mit »Farben für den Winter« für einen weiteren Höhepunkt des Konzertes sorgten. Das Quartett um Claudia Beck überzeugte ebenso beim souligen »Halleluja«, das Leonard Cohen in den 80er Jahren schrieb. Die Geschichte vom Rentier »Rudolph«, sowie »Hey Santa« von den Wilson Sisters kam ebenso gut beim Publikum an. Einer der meist gespielten Weihnachtssongs war nun beim Rauenberger Blasorchester angesagt: »Felix Navidad«. Die Sehnsucht, nach Hause zu kommen, zu den eigenen Wurzeln ist in der Weihnachtszeit besonders ausgeprägt. Genau dies spiegelt sich im Song »Driving home for Christmas«, von Chris Rea. Das Rauenberger Blasorchester hatte einfach an Alles gedacht und ließ hier sogar die Autohupen erklingen. Inzwischen hatte der Männergesangverein Rauenberg/Ebenheid mit Chorleiter Egon Schmitt, hinter dem Orchester Aufstellung genommen. Sie sangen vom »Zauber der Nacht« und das romantische »Abendfrieden«. Die Lautabstufungen wurden bei »Hört den Ruf der heil´gen Nacht« besonders gut deutlich.
Beim Rauenberger Weihnachtskonzert ist es längst ein Ritual, dass das Blasorchester »In heiliger Nacht« von Hans Egidius erklingen lässt. Das Potpourri mit einigen der schönsten Weihnachtslieder darf einfach nicht fehlen. Drei Glockenschläge kündigen das »O du fröhliche« an. Gern sangen die Konzertbesucher die Klassiker mit und bedankten sich für das abwechslungsreiche Repertoire. mit einem langanhaltenden Applaus bei den Mitwirkenden.


Adventskonzert 2011


Freudenberg-Rauenberg Weihnachten ist mehr als der alljährliche Einkaufsstress und das Überreichen von Geschenken an die Liebsten. Daran erinnerten am Sonntagabend die Mitwirkenden des Adventskonzertes in der St.-Wendelinus-Kirche in Rauenberg. Bei den Darbietungen der Akteure hatte das Publikum die Möglichkeit, sich auf die wichtigen Dinge des Lebens zu besinnen und zur Ruhe zu kommen.

Der Musikverein Rauenberg lud am Sonntag zum Adventskonzert in die St-Wendelinus-Kirche. Die Solistin Claudia Beck begeisterte mit Liedern von Eric Clapton und U 2. Foto: Günter Herberich
Festlich und beschwingt eröffnete das Blasorchester des Musikvereins Rauenberg mit dem berühmten Stück »Händel Spectacular« aus der »Feuerwerksmusik« von Georg Friedrich Händel das Konzert. Vor allem die Klarinettenregister und Tenorhörner wussten hier zu gefallen.
Liedtext aus dem Gotteslob
Wolfgang Konrad hatte sich als Moderator gut vorbereitet und führte fachkundig durch das Programm. Mit einem Liedtext aus dem Gotteslob stimmte er die Zuhörer auf die Weihnachtszeit ein. Es folgte das »Largo« aus dem zweiten Satz der 9. Sinfonie »Aus der neuen Welt« von Anton Dvorák. Die Melodie gleitet zunächst etwas schwermütig, um erhaben und melodiös im Finale zu enden.
Das Musik-Genie Wolfgang Amadeus Mozart durfte beim Adventskonzert nicht fehlen. Das hörenswerte »Arietta«, ein schwieriges Stück aus der »Hochzeit des Figaro«, bot die Rauenberger Blaskapelle. Als Solist meisterte Holger Detsch das Bariton-Solo mit Bravour.
»Lieder sind gesungene Gedichte«, sagte Wolfgang Konrad, als er den Männergesangverein Rauenberg/Ebenheit unter der Stabführung von Egon Schmitt ankündigte. Nach der Melodie »Marys Boychild« überzeugten die Männer mit »Hört, es klingt vom Himmelszelt«. Einen großen Wiedererkennungswert hatte »Heidschi bumbeidschi, das vor allem durch den Schlagersänger »Heintje« bekannt wurde.
Die Rauenberger Musiker lassen sich unter ihrem Dirigenten Bernd Hofmann immer etwas neues einfallen. Verschiedene Ensembles des Musikvereins stimmten das fachkundige Publikum auf die Weihnachtszeit ein. Nachdenklich wurde es, als die Saxofonistin Viktoria Weiß ihr selbst verfasstes Gedicht »Nehmen wir uns einen Moment Zeit« im Kirchenschiff zitierte.
Vom Blechbläser-Ensemble hörte man adventliche Weisen und das gern gespielte »Als Maria durch ein Dornwald ging«. Die sechs Frauen vom Klarinetten-Ensemble überzeugten beim »Hirtenlied«, während man vom Querflöten-Trio »Tochter Zion« hörte. »In dulci jubilo, nun singet und seid froh«, eine Melodie aus dem 14. Jahrhundert, spielte hingegen das Saxofon-Quintett. Zwei gefühlsbetonte Balladen sorgten nun für Gänsehautgefühle in der St.-Wendelinus-Kirche. Claudia Beck war es, die mit der Gitarrenbegleitung von Harald Göbel für einen Höhepunkt des Konzerts sorgte. »Tears in heaven«, ein Song von Eric Clapton, sowie »I still haven't found what I'm looking for« von der irischen Rockband U 2 sorgten für Aufsehen, das mit lang anhaltendem Applaus belohnt wurde.
Alle Register gezogen
Ein Paradebeispiel perfekter Rhythmen und musikalischer Ausdruckskraft war eine Zusammenfassung schöner Gospelsongs in einem »Medley« von Kurt Gäble. Schließlich erklärte Sängerin Claudia Beck noch aus verschmähter Liebe »Ich gehör zu mir« aus dem Musical Elisabeth.
Inzwischen hatte der Kirchenchor unter der Leitung von Dieter Velten, hinter dem Orchester Aufstellung genommen und trug gefühlvoll »Durch die Macht der Liebe« vor. Gut gelang dem Chor auch die ehrfurchtsvolle Weise » Seht, es kommt die heil'ge Zeit« von Manfred Bühler. Vertraut war das Lied »Stell dir vor ´s ist Weihnachtszeit«.
Noch einmal alle Register seines Könnens zog der Musikverein beim großen Finale mit »In heil´ger Nacht«, ein Medley von Hans Egidius mit bekannten weihnachtlichen Weisen, die die Instrumentengruppen vorbildlich variierten. Traditionell kündigten drei Glockenschläge »O du fröhliche« an, das stehend von den zahlreichen Besuchern in der voll besetzten Kirche mitgesungen wurde.


Adventskonzert 2010


Musik von Mozart bis McCartney

Freudenberg-Rauenberg Das Adventskonzert in der Pfarrkirche St. Wendelinus ist für viele Musikfreunde der kulturelle Höhepunkt des Jahres. Zum 25-jährigen Jubiläum präsentierte sich der Rauenberger Musikverein in Bestform und traf mit Opernmusik, Weihnachtsliedern und Welthits von den Beatles den Geschmack des Publikums.


Johannes F. Dembinski, Leiter des Rauenberger Blasorchesters, hatte sich für den Konzertbeginn »Also sprach Zarathustra« aus der gleichnamigen Tondichtung von Richard Strauß herausgesucht. Vor allem die Bläser und Klarinettenzüge waren hier gefordert und interpretierten das aufwendige Stück erfolgreich. Wolfgang Konrad, Vorsitzender des Musikvereins, zeigte sich trotz heiserer Stimme von seiner besten Seite und moderierte die einzelnen Stücke fachkundig an. »Entfliehen sie aus dem Dunkel des Alltags, hinein in das Licht des Advents«, forderte er das Publikum auf.
Auf hohem Niveau
Konrad ging auch kurz auf die 25-jährige Geschichte des Adventskonzertes in Rauenberg ein. Im Wandel der Zeit präsentierte sich das Blasorchester dabei auf hohem Niveau. Der Klangkörper bewies eindrucksvoll, dass er aus einem umfangreichen musikalischen Repertoire schöpfen kann. Von klassischen Klängen bis zur Rock- und Popmusik reichte die Palette. Da durfte Wolfgang Amadeus Mozart nicht fehlen. Heuer spielten die Bläser zur »Hochzeit des Figaro« auf.
Für eine Überraschung sorgte der erst zehnjährige Nachwuchsmusiker Julius Hildenbrand. Als Solist übernahm er den Part des »Little Drummer Boy« (Henry Onorati/Harry Simeone) und erntete den verdienten Applaus der Gäste. Die Hits der Beatles sorgten ebenfalls für Begeisterung im Publikum. Die beiden Sängerinnen Claudia Ritter und Bianca Rosenberger, die von Harald Göbel auf der akustischen Gitarre begleitet wurden, ließen mit »Here comes the sun« im Altarraum die Sonne aufgehen. Danach legten sie eine Soulversion von »Can’t buy me love« und den Welthit »Let it be« nach.
Der Rauenberger Musikverein wagte sich auch an »Carmina Burana« von Carl Orff. Mit diesem populären Werk der zeitgenössischen Musik sorgten die Musiker für die richtige Spannung und Dramatik. Das Blasorchester hatte sich Antonio Vivaldis Winterkonzert aus den »Vier Jahreszeiten« herausgesucht. Obwohl es hohe technische Ansprüche an die Musiker stellt, meisterten sie das Werk problemlos. Der Männergesangverein Rauenberg/ Ebenheid unter der Leitung von Egon Schmitt sang im Altarraum das Schweizer Weihnachtslied »Es ist für uns eine Zeit angekommen« sowie die Volksweise »Es ist ein Ros entsprungen«.
»Ave Maria« an der Trompete
Bei den Adventskonzerten in Rauenberg übernimmt stets die Bläserjugend einen besonderen Part. So spielten Dennis Helmstetter und Philipp Konrad als Solisten auf der Trompete das »Ave Maria«. Johannes F. Dembinski begleitete sie dabei auf dem Klavier. Der Kirchenchor unter der Leitung von Dieter Velten zeigte sich ebenfalls von seiner besten Seite. Besinnlich ging es bei »Advent, Advent, heißt stille sein« zu. Gefühlsbetont und harmonisch gestaltet kam auch die bekannte Melodie vom »Lied zur Weihnachtszeit« gut an. Bei »A Christmas Rockfestival«, das Manfred Schneider arrangiert hatte, bot das Blasorchester beschwingte Popmusik zum Mitwippen.
Nun ging es wieder in die Welt der Oper, denn das Blasorchester, der Kirchenchor und der Männergesangverein präsentierten gemeinsam den Gefangenenchor aus der Oper »Nabucco« von Guiseppe Verdi. Schon seit Jahren ist es Tradition, dass beim Konzert in Rauenberg zum Abschluss das Potpurri »In heil’ger Nacht« vom Blasorchester gespielt wird.
Bei »Oh Du Fröhliche« wartete man förmlich darauf, dass sich Johannes F. Dembinski umdreht, um die gesamte Pfarrkirche zum Mitsingen zu animieren. Mit dem Konzert am Sonntagabend legte Dembinski seinen Taktstock nach 36 Jahren nieder. Im »Raubachkeller« verabschiedete der Wolfgang Konrad, Vorsitzender des Musikvereins, Dembinski offiziell.


Adventskonzert 2009


Weihnachtskonzert in der St. Wendelinus-Kirche:
Musikverein bot Beeindruckendes Gefühlsbetont und beschwingt

Freudenberg-Rauenberg. Das Weihnachtskonzert am Sonntag in der Pfarrkirche St. Wendelinus wurde vom Blasorchester des Musikvereins, Leitung Johannes F. Dembinski, dem Kirchenchor Rauenberg, Dirigent Dieter Velten, und dem Männergesangverein Rauenberg-Ebenheid, Leiter Egon Schmitt, gestaltet.

Ein so vortrefflicher Klangkörper wie die Rauenberger Blaskapelle kann sich auch an den "Messias" von Friedrich Gottfried Händel heranwagen. Und so eröffnete die Blaskapelle das Konzert mit "Every Valley" aus dem ersten Teil des Oratoriums, die Verheißung und Geburt des Heilands darstellend. Voll in Sequenzen und mit Triolen setzen alle Instrumente ein - eine machtvolle, feierliche Demonstration mit Beibehaltung schneller Triolen in auf- und absteigenden Sequenzen.

Die Begrüßung nahm Wolfgang Konrad vor, der auch fachkundig durch das Programm führte. Mit dem "Earth Song" befasste sich der in diesem Jahr verstorbene Michael Jackson mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Diese Vorstellungen versuchte das Blasorchester zu verdeutlichen, wobei Solotrompeter Philipp Konrad, ein Nachwuchsmusiker, entscheidend bei diesem gefühlsbetonten Stück mitwirkte, in dem immer wieder das Motiv wiederholt wurde.

Felix Mendelssohn-Bartholdy, bekannt als empfindsamer, poetischer Künstler, der auch sehr in England geschätzt wurde, musste wohl auch die Klarinette lieben, denn er widmete ihr in einem dreiteiligen Konzertstück das "Andante". Da kamen alle acht Klarinettistinnen zum Zuge, die ihren Solopart glänzend bewältigten.

Der Männerchor stellte harmonisch einwandfrei in dem beeindruckenden Lied "Wir alle sind Engel füreinander" von Christoph Leis-Bendorff fest, dass sich alle Menschen brauchen. Das Lied "Luleise Gottessohn" von Manfred Bühler strahlt Freude aus. Im Dreiertakt piano gelang dem Chor ein beeindruckender Vortrag. Im Lied "Weihnachten im Waldkirchlein" (L. Baumann) wird andächtig vermittelt, dass auch in einer kleinen Kirche das Weihnachtsfest gebührend gefeiert werden kann.

Der Musikverein Rauenberg verfügt nun auch über eine Bläserjugend, die sich hören lassen kann. Ihr gehören zurzeit zwei Trompeter und sechs Querflötenspielerinnen an, die zwei englische Weihnachtslieder tonrein spielten, beginnend mit "Deck the halls" aus dem 16. Jahrhundert. Die "Intrada" (Willi Schneider) im Dreivierteltakt gelang dem Oktett ebenfalls gut. Die letzte Weise "Hark The Herald Angels Sing" von Mendelssohn, der die Melodie in seiner Kantate "Festgesang" verwendete, wurde von Charles Weley getextet: "Horcht, die Engel verkünden! Ehre unserem neugeborenen König!" Friedrich Georg Händel schrieb im Jahre 1748 das Oratorium "Salomon". Aus dem dritten Akt interpretierte das Blasorchester "Ankunft der Königin von Saba". Im Prestotempo mit Quartolen beginnt das Spiel, und wieder hatten die Klarinettistinnen enorme Fingerarbeit zu leisten, aber auch die Tenorhörner waren gefordert.

Millionenfach verkauft wurde ein Malbuch mit dem Titel "Rudolph, das rotnasige Rentier". Johnny Marks machte daraus unter dem Titel "Rudolph, the red-nosed reindeer" eine Folge beschwingter Melodien, die von den Musikern locker geboten wurden.

Der Kirchenchor hatte sich ehrfurchtsvolle Lieder ausgewählt und begann mit "Glaube, Liebe, Hoffnung" von Manfred Bühler. Das Lied war auch auf den Frieden auf der Welt ausgerichtet. "Erstaune, o Himmel" von Ludwig Moritz , eine oberfränkische Weise, verklärt weihnachtliches Geschehen.

Dann vereinigten die Sängerinnen und Sänger Feierlichkeit und Freude in dem Lied "Liebster Vater dort oben im Himmel". Der Abschluss des beeindruckenden Konzerts war eine Folge von Weihnachtsliedern, schwungvoll, besinnlich und andächtig vorgetragen vom Blasorchester. Schließlich sangen die Besucher, begleitet vom Orchester, "O, du fröhliche!" wi


Adventskonzert 2008


Eine stimmungsvolle Atmosphäre
Konzert Musikverein, Kirchenchor und Männergesangverein sorgen für Adventsklänge

Freudenberg-Rauenberg Vielfalt, Internationalität und hoher Anspruch: Das Adventskonzert am Sonntagabend in der Rauenberger Pfarrkirche "St. Wendelinus" machte deutlich, dass auch ohne Schneefall und tiefe Temperaturen stimmungsvolle Atmosphäre in der Vorweihnachtszeit möglich ist.

Eine stimmungsvolle Atmosphäre
Adventskonzerte haben in der Rauenberger Kirche Tradition. Günter Heberich
Das Blasorchester des Musikvereins Rauenberg, der Kirchenchor, sowie der Männergesangverein aus Rauenberg und Ebenheid boten weltliche und weihnachtliche Klänge auf exzellentem Niveau. Der kulturelle Höhepunkt des Jahres wurde feierlich mit dem Krönungsmarsch aus der Oper "Der Prophet" von Giacomo Meyerbeer eröffnet.

"Das größte Glück ist, an sich selbst zu glauben" stellte Wolfgang Konrad bei seiner Begrüßung fest. Als Moderator stimmte er das Publikum auf die einzelnen Werke ein. So auch auf das letzte komponierte Solokonzert von Joseph Haydn - das "Adagio". Bei dem Werk überzeugte Denis Helmstetter als Solist an der Trompete. Beim "Einzug der Gäste auf der Wartburg" aus der Oper "Tannhäuser" von Richard Wagner war Dramatik, Tempo und perfekte Einsätze gefragt. Das Rauenberger Blasorchester schaffte mit seinem Dirigenten Johannes F. Dembinski die höchsten Hürden makellos und erntete großen Applaus.

Auf das besondere Ereignis wiesen daraufhin die Sänger des Kirchenchors Rauenberg hin. Unter der Leitung von Dieter Velten sangen sie gefühlvoll unter anderem "Es stand ein Stern am Himmel". An Aktualität nichts verloren hat das "Ave Maria" von Johann Sebastian Bach. Die beiden Solisten Christoph Grein an der Orgel und Thomas Neuberger stellten von der Empore ihre Klasse eindrucksvoll unter Beweis. Mit Bravour meisterte auch die Bläserjugend ihre Premiere beim Adventskonzert. Die fünf Mädchen mit ihren Querflöten und Klarinetten wurden dabei von aktiven Musikern unterstützt. Gut kam vor allem das portugiesische Weihnachtslied "Adeste fideles" an.

Gospelmusik, wehmütig, musikalisch im swingenden Tempo präsentierte dann das Blasorchester bei dem Medley "Spiritual an Folk". Genauso unbeschwert und mit einer kompakten Klanglichkeit und solistischer Versiertheit überzeugte das Orchester bei der Paraphrase über "Tochter Zion". Das populäre Werk war einer der Höhepunkte des Konzerts.

Erfreulich entwickelte sich der Männergesangverein aus Rauenberg und Ebenheid. So haben einige junge Sänger bei dem Auftritt mitgewirkt, was sich positiv auf den Resonanzköper des Chores auswirkte. Vor allem bei der majestätisch vorgetragenen "Hymne an die Nacht" machte sich dies bemerkbar.

Zum Finale präsentierte sich wieder das Blasorchester. Heuer hatte man sich wieder etwas besonderes einfallen lassen und hatte die "Europäische Weihnacht", arrangiert von Albert Loritz ausgewählt. Bei diesem Werk wurde es still in der Kirche, denn es gab eine musikalische Weihnachtsreise durch acht europäische Länder. Traditionell darf beim Rauenberger Adventskonzert zum Schluss das Lied "Oh du fröhliche" gemeinsam von den Zuhörern mit den Chören gesungen nicht fehlen. gh16.12.2008


Adventskonzert 2007


Abwechslungsreiches Adventskonzert in Rauenberg

Eindrucksvolles Klangerlebnis begeisterte Zuhörer
Blasorchester des Musikvereins, Kirchenchor, Männergesangverein, Gesangsduo Geminis und Tenor Jürgen Adam wirkten mit

Rauenberg. Das alljährliche Adventskonzert, dass der Musikverein Rauenberg, unter der Mitwirkung der beiden Chöre veranstaltete, ist seit Jahren schon ein kultureller Geheimtip in der Region. Aus diesem Grund war die Kirche mit Musikliebhaber voll besetzt. Das Konzert am Sonntag in der Pfarrkirche "St. Wendelinus", das seit 1986 in ununterbrochener Folge stattfindet, war wieder ein musikalisches Erlebnis für die Zuhörer. Tenor Jürgen Adam aus Obernburg und das Gesangsduo Geminis aus Klingenberg rundeten das abwechslungsreiche Programm ab.

Das Blasorchester des Musikvereins unter der Leitung von Johannes Dembinski eröffnete eindrucksvoll und im fortissimo mit Fortuna Imperatrix Mundi (Fortuna, Herrscherin der Welt) aus der Carmina Burana von Carl Orff (1895-1982) das Konzert. Die Carmina Burana zählt in Musikerkreisen zu den schwierigsten Werken und gilt als das populärste Werk zeitgenössischer Musik und der deutsche musikalische Welterfolg des 20. Jahrhunderts. Die Begrüßung übernahm der 2. Vorsitzende und langjährige Moderator Wolfgang Konrad, der wie immer souverän durch das Programm führte und die Zuhörer auf die jeweiligen Stücke einstimmte.

Der Männergesangverein Rauenberg/Ebenheid unter der Leitung von Egon Schmitt erfreute gleich zu Beginn die Zuhörer mit "Seht es kommt die heil'ge Zeit" (Satz M. Bühler) und anschließend mit dem Hymnus "Jauchzet, jauchzet dem Herrn" von Friedrich Silcher. Mit dem poetische Lied "Die Rose" überzeugten die Sänger ebenfalls sehr gefühlsvoll. Danach war das Blasorchester wieder an der Reihe. Zum Gedenken an den norwegischen Komponisten Edvard Grieg, der vor 100 Jahren im norwegischen Bergen starb, hatte Johannes Dembinski die Suite "Morgenstimmung" aus der Bühnenmusik zum Drama "Peer Gynt" ausgewählt. Die Zuhörer konnten bei diesem einfühlsamen Melodien ihre Gedanken schweifen lassen und den taufrischen Morgen musikalisch erleben. Bei diesem Werk überzeugten besonders die Querflöten und Klarinetten mit ihren perfekten Einsätzen und ihrem gekonnten Piano-Spiel.

Ihr Debüt beim Adventskonzert in Rauenberg gab das Gesangsduo Geminis (Franziska und Paula Grohmann) aus Klingenberg. Schon seit einigen Jahren schreiben die beiden ihre eigenen Songs. Inspiriert von ihrem Glauben spiegeln die Liedtexte Lebenssituationen wider. Zu hören waren die beiden Lieder "Bubble-Song" und "White waters". Frisch und locker überzeugten sie das Publikum mit ihrem Gesang, den sie mit der Gitarre begleiteten.

Als einen weiteren Höhepunkt erklang vom Blasorchester der zweite Satz, Adagio, aus dem Konzert in A-Dur für Klarinette und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart. Es ist eines der letzten vollendeten Werke im Todesjahr 1791. Solistin Magdalena Weimer überzeugte durch eine herausragende musikalische Leistung, bei diesem nicht zuletzt durch sehr dissonante und chromatische Passagen sehr anspruchsvollen Werk. Der langanhaltende Beifall der Zuhörer belohnte die Mühen der erst 15-jährigen Musikerin. Moderator Wolfgang Konrad ging anschließend zunächst auf den Werdegang von Tenor Jürgen Adam ein, der von 1992 bis 2004 Gesangsausbildung in klassischer Musik, Stimmlage Tenor, bei dem Schweinfurter Gesangspädagogen Bernhard Oberländer hatte und zum zweiten Mal in Rauenberg mitwirkte. Zwei romantische Lieder aus der Welt des Films und des Musicals begeisterte die Zuhörer. Zunächst der Love Song "Can't help falling in love" aus dem Jahre 1961. Im Original gesungen von Elvis Presley, zählt dieser Song zu den 500 Größten aller Zeiten. Anschließend sang Jürgen Adam die Hymne "Anthem" aus dem Musical Chess. Auch hier kamen die Zuhörer so richtig ins Schwärmen.

Ein weiteres Meisterwerk von Edvard Grieg war dann vom Blasorchester zu hören. 1872 schrieb Grieg die Bühnenmusik zu "Sigurd Jorsalfar" . Aus diesem Gesamtwerk präsentierte die Musiker gekonnt den "Huldigungsmarsch". Alle Register waren bei diesem von Tempo- und Lautstärkenwechsel gekennzeichneten Werk gefordert. Das Orchester zeigte sich den Anforderungen dieser nicht einfachen Darbietung voll gewachsen und stellte seine Klasse erneut eindrucksvoll unter Beweis.

Danach waren wieder moderne Songs angesagt. Franziska und Paula Grohmann sangen diesmal, begleitet von Christopher Usselmann am Saxophon, ihren eigenen Song "Crush" und anschließend "Bubbly", ein wunderschönes Lied über ein Liebesabenteuer von Colbie Cailat.

In die Welt der Oper entführte dann das Blasorchester zusammen mit Jürgen Adam die Zuhörer in der Pfarrkirche. Die wohl berühmteste Tenor-Arie der Operwelt "Nessun Dorma" italienisch für "Keiner Schlafe" aus der Oper Turandot (Uraufführung 1926 in Mailand) von Giacomo Puccini erschallte im Kirchenschiff. Einem breiteren Publikum wurde diese Arie durch die Interpretation Luciano Pavarottis bekannt. Beim Schlussakkord "vincerò - ich werde siegen" entstand bei jedem Zuhörer ein prickelndes Gefühl, das diese mit begeistertem Applaus für Tenor Jürgen Adam und für das Blasorchester erwiderten.

Der Kirchenchor unter der Leitung von Dieter Velten stimmte dann die Zuhörer auf das Weihnachtsfest ein. Zunächst mit einer Melodie aus Polen mit dem Titel "Durch die Macht der Liebe" (Hermann Wojciechowski) und anschließend mit einem Advents- und Weihnachtslied aus dem Salzburger Land mit dem Titel "Wie glänzet die Sonn'" (Satz Hermann Settelmeyer).

Dann erinnerten die Sängerinnen und Sänger an vergangene Weihnachtsfeste mit dem Lied "Wenn es zu Hause Weihnacht war" von Adolf Frey-Völlen. Dabei setzten die einzelnen Stimmen abwechseln und einfühlsam ein. Es ist immer erfreulich, wenn ein Chor Wert auf eine gute Aussprache legt und auch die Endkonsonanten betont. Mit "Wir wünschen euch frohe Weihnacht" von Corinne Grendelmeier beendete der Kirchenchor seinen Beitrag zum Adventskonzert. Traditionell darf beim Rauenberger Adventskonzert das Potpourri "In heiliger Nacht" von Hans Egidius nicht fehlen. Die bekanntesten Advents- und Weihnachtslieder wurden vom Blasorchester intoniert und die Zuhörer sangen zum Schluss das Lied "O du fröhliche" stehend mit. Wolfgang Konrad hatte sich zuvor bei allen Mitwirkenden bedankt, auf eine Spende zu Gunsten der Kirchengemeinde hingewiesen und allen Anwesenden mit den Worten "Und Friede kehre bei uns ein, dass wieder Weihnacht möge sein" eine friedliche Weihnacht und ein gesundes 2008 gewünscht.