Adventskonzert 2018


Bläser, Sänger und ein kleiner Trommler
Klassik und Romantik bei Adventskonzert in Rauenberg

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Das Ad­vents­kon­zert in Rau­en­berg ge­hört zu den kul­tu­rel­len Höh­e­punk­ten in der Re­gi­on. Das Bla­s­or­ches­ter des Mu­sik­ve­r­eins un­ter der Lei­tung von Bernd Hof­mann bot heu­er am Sonn­ta­g­a­bend in der Wen­de­li­nus­kir­che ein brei­tes mu­si­ka­li­sches Spek­trum. Von klas­si­scher Mu­sik bis zu ro­man­ti­schen Bal­la­den war al­les da­bei.

Mit dem ökumenischen Kirchenlied »Liebster Jesu wir sind hier« hatte das Blasorchester das Konzert festlich eröffnet. Es war ein passender Auftakt. »Heute wird bei vielen Sicherheit und Geborgenheit groß geschrieben. Kommen sie aus dem Alltag heraus, wir entführen sie heute in der Welt der Musik«, kündigte Wolfgang Konrad an. Er versprach nicht zuviel, denn mit Antonio Vivaldi und dem »Concerto for Two Trumpets«.

Die schwungvolle, virtuose Barockmusik kam gut an. Als Solisten zeigten die beiden Trompeter Heinz Grein und Christian Bieberle ihr Können. Mit einer Hommage an den King of Pop, Michael Jackson hatte keiner gerechnet. Er wäre in diesem Jahr 60 Jahre alt geworden. Musikalisch hörte man vom Blasorchester den legendären »Earth Song«.


Ein fester Bestandteil bei den seit 1986 stattfindende Adventskonzert ist der Kirchenchor mit seinem Dirigenten Dieter Velten. Im Chorraum gaben sie dem Advent noch mehr Lichterglanz. So wurde »Das Tor zur Weihnacht« gesanglich geöffnet. Nach einer Melodie von Wolfgang Amadeus Mozart gefiel »In Gottes Hand«. Um den Nachwuchs braucht man sich in Rauenberg keine Gedanken zu machen. Das Trio der Bläserklasse brachte Klassiker, die immer wieder zur Weihnachtszeit gesungen werden. Von »Leise rieselt der Schnee« bis zu »Ihr Kinderlein, kommet«, war alles dabei. Ein ganz Großer an den »Drums« wird bestimmt einmal Lian Hildenbrand. Der Elfjährige stand mit seiner Marschtrommel im Fokus beim »Little Drummer Boy«. Mit Bravour meisterte er seinen ersten Soloauftritt gemeinsam mit dem großen Blasorchester.

Nun war Gospel-Musik angesagt. Dabei setzte das Blasorchester mit einem Medley der vier bekanntesten Gospel-Weihnachtslieder, einschließlich dem Klassiker »Go tell it on the Mountain« in einem zeitgenössischen Stil einen unvergesslichen Programmpunkt. Da wurde sogar vom Publikum rhythmisch mitgeklatscht.



Richtig romantisch wurde es mit der Melodie »You raise me up« von Rolf Løvland. Als dann noch Ines Scheuring am Altsax ihr Solo spielte, waren Gänsehautmomente angesagt. Mehr Gefühl geht nicht. Ganz traditionell hörte man vom Männerchor des Gesangvereins Rauenberg unter der Leitung von Egon Schmitt »Süßer die Glocken nie klingen« und ein schweizerisches Weihnachtslied »Es ist für uns eine Zeit angekommen«.


Beim Rauenberger Adventskonzert wird Tradition gelebt. So ist es jährlich zum Finale »Die Winterrose« von Kurt Gäbele, bei dem der Musikverein noch einmal alle Register seines Könnens zeigt. Dabei sind die bekanntesten deutschen Advents- und Weihnachtslieder angesagt. Mit drei Glockenschlägen wird »O du fröhliche« angekündigt, das von den Gästen in der voll besetzten Kirche gerne mitgesungen wurde. Viele nutzten im Anschluss die Möglichkeit, bei Glühwein und Weihnachtsgebäck auf dem Kirchenvorplatz den Abend ausklingen zu lassen. Der Erlös des Konzertes wird zugunsten der Kirchengemeinde Rauenberg verwendet.